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Mitwirkungsverfahren Sondernutzungsplanung „Merker-Areal"

Stellungnahme des Vorstandes des Quartiervereins Martinsberg

Der Vorstand des Quartierverein Martinsberg begrüsst grundsätzlich das gewählte Vorgehen, die Information der Öffentlichkeit und die Einbindung der Bevölkerung mit einer Mitwirkung. Wir haben die Unterlagen zum Sondernutzungsplan studiert, sind jedoch nicht überzeugt von folgenden Punkten und erachten diese als problematisch:

Aussenraum (Art. 12)

Die Gestaltung des Aussenraumes ist zu wenig definiert. Hier wünschen wir uns klare Qualitätskriterien, die eingehalten und überprüft werden können. Wir fürchten zudem, dass die Verkehrsflächen eine befriedigende Gestaltung des Aussenraumes gefährden. Insbesondere das Anpflanzen von grossen Bäumen ist für das Stadtklima notwendig.

Verkehrserschliessung (Art. 13)

Die Anlieferung via Damianweg verbraucht zu viel Platz was zu versiegelten Flächen führt, die ein ungünstiges Stadtklima verursachen. Der Damianweg ist eine bestehende Fussgängerverbindung. Durch abbiegende Lastwagen gefährdet diese Verkehrsführung dort die Verkehrssicherheit.  Wir erach-ten eine Überprüfung dieser Linienführung und eine Anlieferung über die Gartenstrasse als notwendig.

Parkierung (Art. 14)

Die Zahl der geplanten Parkfelder ist nahe beim erlaubten Maximum und für diesen zentralen Standort zu gross: Die Belastungsgrenze in der Gartenstrasse würde dadurch überschritten. Es wären gemäss BNO an diesem Standort autoreduziertes und autofreies Wohnen möglich. Die Liegenschaft an der Gartenstrasse 14 der Genossenschaft Lägern Wohnen beweist, dass dies funktioniert. Es ist deshalb notwendig, eine wesentliche Reduzierung der geplanten Parkfelder vorzunehmen. Dies würde auch eine Verkleinerung der unterirdischen Bauten ermöglichen, so dass bessere Vegetationsbedingungen für Bäume möglich wären, denn auf einem Parkhausdach können grosse Bäume  nicht wachsen. Eine Redi-mensionierung der unterirdischen Bauten erlaubt somit eine bessere Aussenraumgestaltung und ermög-licht einen unversiegelten Freiraum mit Bezug zum nahen Friedhofpark zu realisieren, um mit schatten-spendenden Bäumen einen wichtigen Beitrag zum Stadtklima beizutragen.

Als Quartierverein ist es uns zudem wichtig, dass Wohnungen als bezahlbaren Wohnraum erstellt wer-den, um eine gute Durchmischung und Vielfalt im Quartier zu gewährleisten.  Wir erachten es als wichtig verschiedene Formen wie Genossenschaft, Miete und Wohneigentum zu berücksichtigen.