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Oktoberfest: Verlängerung kommt nicht gut an

«Wir möchten das Oktoberfest auf dem Trafoplatz von zwei auf drei Wochenenden verlängern. Was sagt der QV Martinsberg dazu?» Diese Frage stellten die Organisatoren (Wiesn Events GmbH, Brauerei Müllerbräu) des Oktoberfestes Anfang 2017 dem QV-Präsidenten. Ja, was sagt der QV dazu? Und wie kann er etwas dazu sagen? Innerhalb des Vorstandes fand sofort eine Vernehmlassung statt. Und der Vorstand fragte die am Trafoplatz wohnenden Mitglieder (6 Parteien) nach ihrer Meinung. Diese fiel einstimmig aus: Die Immissionen des Festes sind jetzt schon gross, eine Verlängerung sei nicht erwünscht. Diese Meinung teilte der QV-Vorstand den Organisatoren mit.

An der GV vom März wollte der Vorstand vom Plenum wissen, ob er richtig gehandelt habe. Auch hier die Meinung einhellig: Das Fest belaste das Quartier massiv (Lärm, Verkehr, Littering), eine Verlängerung sei nicht erwünscht. Der QV-Vorstand ging davon aus, dass die Organisatoren ein Gesuch für Verlängerung einreichen würden und dass der Ball nun beim Stadtrat liegt. Doch wie das «Badener Tagblatt» berichtet (Ausgabe vom 8. April 2017), wird es ganz sicher keine Verlängerung geben, denn die Organisatoren hätten nach der Stellungnahme des QVs darauf verzichtet, ein drittes Wochenende zu beantragen bei der Stadt.

Die Organisatoren wünschten sich die Verlängerung, weil die Nachfrage sehr gross sei. Sie streben nicht unbedingt eine Steigerung der Besucherzahlen an, sondern eine bessere Verteilung des Publikums über die Dauer des Festes. Aus Sicht von Müllerbräu wäre eine Verlängerung sinnvoll, weil für das Fest jedes Mal eine aufwändige Infrastruktur gebaut wird, um jederzeit frisches Bier liefern zu können. Die Kosten für diese Investition liessen sich über drei Wochenenden besser amortisieren als nur an zwei. Ausserdem sei das Fest inzwischen weit über Baden hinaus bekannt. Es stärke den Ruf Badens als lebensfrohe Stadt.

Trafoplatz

Trafoplatz – wie viel Action, wie viele Events sind genug, wie viele sind zu viel? Für die Anwohner ist klar: Es reicht.

Aktualisiert: 12 April 2017